Weitere Verluste in Wabern – nichts für schwache Nerven…

Das Familienglück im Storchenhorst Niedermöllrich währte nur kurz, in der Nacht zum 01.06. schlüpfte das vierte Küken und wurde mit Klappern begrüßt….

Seit Wochen ist es heiß und trocken, der wenige Regen versiegt innerhalb von einigen Stunden. Wie sollen sie 4 Jungstörche satt bekommen, die Anstrengung und Not ist den Alttieren anzusehen. So kommt es zu Übersprunghandlungen, zum Kronismus und Abwurf.

Die Kamera zeigte die Situation sehr deutlich, der männl. Storch begutachtete akribisch den Nachwuchs und das jüngste, in der Nacht geschlüpfte Küken fiel im zum Opfer, Kronismus. Nur ca 30 Minuten später wurde das zweitjüngste Küken aus dem Nest geworfen, vorher mehrere Male angestupst und genau begutachtet.

Wir hoffen die beiden sind nicht umsonst gestorben, sondern sichern den zwei verbliebenen Jungstörchen das Überleben.


Foto: Am 28.04. geschlüpft, Gewicht 94g, innere Blutungen durch den Absturz.

Verluste in der Region

Die lang anhaltende Trockenheit und die fehlenden Feuchtgebiete haben in Wabern weitere hohe Verluste verursacht. Auf dem Schornstein der Schreinerei Mose kamen 4 Jungstörche ums Leben. Die Not der Alttiere ist sichtbar und schmerzt.

Gleichzeitig schlüpfen im Horst Niedermöllrich die Jungstörche, bisher sind es drei Pullis, ein Ei liegt noch im Horst.

Idylle in Giflitz, wo die Elterntiere allerdings den Nachwuchs auch schon sehr früh alleine lassen müssen, um ausreichend Nahrung heran zu schaffen. Aber immerhin, sie schaffen es. Die Nahrungsmenge steigt allerdings in den nächsten Wochen noch enorm, wir drücken die Daumen, dass die Auen genug Nahrung hergeben für den Nachwuchs und die Altstörche!

In Loshausen I und II gab es Verluste, ebenso in Allendorf einen Totalverlust, wie zuvor schon in Fritzlar und auf der kath. Kirche in Wabern.


Fotos: Storchenhorst in Giflitz am 29. Mai 2017