Erster belegter Storchenhorst in Wabern im Jahr 2002
1996 wurde diese künstliche Nisthilfe aufgestellt. Es handelte sich hierbei um ein Dreibein, dessen Stämme einmal ausgetauscht und in Beton gesetzt wurden.
Im Jahr 2016 wurde der Horst saniert, die Stämme waren verfault, der Horst nicht mehr sicher und obendrein stark eingewachsen, der Anflug für die Störche und vor allem den Nachwuchs erschwert.
Errichtet wurde ein Einbein, mit Stahlaufbau und Weidenkorb.
Ein unberingtes Storchenpaar entscheidet sich erstmals für einen Storchenhorst in den Ederauen von Wabern und zieht bereits im ersten Jahr erfolgreich 4 Jungstörche auf - ein großer Erfolg!
Der erste Weißstorch kam am 13.03. zurück, am 20.03. war ein Partner anwesend, beide sind unberingt. Das Paar begann in der ersten Aprilwoche mit der Brut. 2 Jungstörche wurden erfolgreich aufgezogen und zogen Ende gemeinsam mit den Altvögeln ab.
DEW 3X357 und ein aus einem Ansiedlungsprojekt Elsass stammender Franzose, CRBPO P9050 PARIS belegen den Horst. Die Störchin DEW 3X357 Julie hatte im Jahr zuvor innerorts auf dem Horst Waben III gebrütet, zog dann jedoch um in die Ederauen. Die beiden hatten sich wohl schon in den Wintermonaten kennengelernt.
2 Jungstörche werden aufgezogen.
Ringdaten:
Georges CRBPO P9050 PARIS (abgelesen von Manfred Gunia, Wabern). Beringt am 10.06.2004 als NestlingBeringungsort Soultz-Haut-Rhin (FR14)
Haut-Rhin & Territoire de Belfort, Frankreich(P 9050) stammt aus einem Wiederansiedlungsprojekt.
Julie DEW 3X357 wurde als Nestling am 14.06.2005 beringt in Groß-Rohrheim (TK6216 DEED) Darmstadt (Reg. Bez.), Deutschland
Weißstörche sind horsttreu, wenn sie aus den Überwinterungsgebieten zurückkehren suchen sie ihren alten Horst auf und gehen dann erst auf Partnersuche. Dieses Storchenpärchen überwintert gemeinsam und zieht auch gemeinsam nur bei geschlossener Schneedecke ab. Das deutet darauf hin, dass sie bekannte Storchensammelplätze innerhalb Deutschlands aufsuchen, evtl. aber auch bis Frankreich oder Nordspanien ziehen, je nach Wetterlage und Nahrungsangebot. Meldungen hierzu liegen bisher leider keine vor. Gerade der Ring des “Franzosen” ist nur schwer abzulesen. In späteren Jahren wurde Georges in Büttelborn abgelesen, zu diesem Zeitpunkt lebte Julie leider nicht mehr. Sie kam 2018 innerorts ums Lebens.
werden wiederum “nur” 2 Jungstörche gesichtet. Die beiden werden auch flügge. Im Durchschnitt haben Störche 4-5 Eier. Sichtbar werden die Küken meist erst ab ca. 1 Woche bis 10 Tage.
Brutbeginn war Mitte März, mindestens 2 Jungstörche schlüpften Ende April. Am 15. Mai waren die beiden Jungstörche verschwunden, diese Storchenbrut war verloren. Das Brutpaar Georges und Julie hatten zum ersten mal ihren gesamten Nachwuchs verloren. Wenn man so “hautnah” jeden Tag dem Storchenpaar zuschaut und das Brutgeschehen verfolgt, ist es schon ein kleiner Schock, plötzlich vor einem leeren Horst zu stehen. Was war nur passiert? Hierzu nachfolgend die Meldung von Manfred Gunia, HGON Birdnet v. 16. Mai 2010:
Erstmals seit Beginn der Ansiedlung in Wabern im Jahre 2002 hat es im Horst Ederaue einen Brutverlust gegeben. Bis auf das für den Weißstorch überall ungünstige Jahr 2005 konnte seitdem regelmäßig Nachwuchs aufgezogen werden, sodass dieser Standort eigentlich als ‘sichere Bank’ galt – nun also auch hier eine ‘ bad bank’…Nachdem bereits mehrfach Fütterungen von 2 normal entwickelten Jungstörchen beobachtet werden konnten, hielten sich die Elterntiere seit Wochenmitte gemeinsam auf den umliegenden Feldern zur Nahrungssuche auf; zu diesem Zeitpunkt des Nestlingsalters ein völlig untypisches Verhalten. So waren auch gestern beide Altstörche in der Nähe des Horstes am Boden, kreisten alsbald gemeinsam in Richtung Ortsrand um daraufhin weiter zu ziehen. Über die Ursachen des Verlustes der Brut kann man nur spekulieren, vielleicht findet sich auch noch ein toter Jungvogel in der Horstumgebung. Die anhaltende kühle Witterung schließe ich eigentlich als Ursache aus, die hatten die ‘Frühbrüter’ in der Ederaue schon mehrfach und eine lang anhaltende Regenperiode gab es auch nicht. Das Brutpaar gilt als erfahren und hat schon mehrfach erfolgreich Nachwuchs aufgezogen. Die Nahrung ist bei der gegenwärtigen Fruchthöhe (noch) gut erreichbar – über den Biozideinsatz (Monsantos Rache) möchte in an dieser Stelle nicht spekulieren. Auch ob es die an dieser Stelle bereits geschilderten ‘ciconischen Turbulenzen’ im Waberner Luftraum waren, welche ursächlich mit dem Brutverlust in Zusammenhang gebracht werden könnten, entzieht sich meinen Kenntnissen. Die meisten beobachteten Attacken von Fremdstörchen konnten um die am anderen Ortsrand sich befindenden Horste festgestellt werden.
Georges und Julie haben erfolgreich 4 Jungstörche aufgezogen. Das war zuletzt 2004 der Fall.
Die Jungfernflüge sind für Störche nicht ungefährlich, diesen starten sie jedes Jahr in Richtung HGON Projektfläche. Unfallfrei haben sie ihn absolviert. Gemeinsam ziehen sie ihre Runden über den Ederauen Wabern, ein wundervoller Anblick.
26. April 2015, die ersten Küken schlüpfen nach 31 Tagen.
In diesem Jahr verliert das Paar seinen gesamten Nachwuchs nach ca. 8 Tagen, wir können unseren Verdacht leider nicht bestätigen lassen.
08. Mai 2015 Tränen in den Ederauen
Einblick in den Horst Wabern I
Die toten Küken sollten geborgen und untersucht werden, der schwer erreichbare Horst stellte uns vor fast unlösbare Probleme. Das Gelände ist nur mit einem Kettenfahrzeug und nur in Vorarbeit befahrbar. Seit dem 08.05. vermuteten wir den Totalausfall im Horst, bereits 2 Tage vorher gab es Auffälligkeiten. Unsere letzte Hoffnung etwas zu klären oder auch handeln zu können war der Baumläufer, der mittags angerufen schon am frühen Abend vor Ort war. Georges und Julie haben bereits begonnen neu zu bauen, dass ergab sich aus der Besteigung durch den Baumläufer. Die toten Küken liegen entweder unter dem Neubau oder sie wurden herausgeworfen und von Fuchs oder Waschbär gefunden. Weitere sehr aufwendige Massnahmen zur Sanierung des Horstes erfolgen nach der Brutsaison. Wir können nur hoffen, dass bei einem Nachgelege nicht wieder die gleichen Probleme zu einem Verlust führen. Der Grünstreifen im unmittelbaren Bereich des Horstes wurde zu verbotener Zeit mit Pestiziden behandelt, eine Anzeige bei der Naturschutzbehörde erfolgte.
Weitere mögliche Ursachen:
Da ein Nachgelege nicht auszuschliessen ist, werden auch weitere Gefahrenquellen untersucht. Neben Staunässe könnte auch verschimmeltes eingetragenes Stroh die Ursache für den Tod der Jungstörche gewesen sein. Dies führt zur Erkrankung an Aspergillose, die bei Jungtieren meist akut verläuft und ohne schnelle Behandlung tödlich ist. Die Jungtiere können keine Nahrung mehr aufnehmen wegen Schluckbeschwerden und ersticken letztendlich. Umweltgifte die über die Nahrung aufgenommen werden, wie z.B. vergiftete Mäuse...
Das Paar war noch nie in Niedermöllrich, der Verlust der Jungen treibt sie umher.
Georges und Julie auf dem Horst Niedermöllrich-Storchenstation Foto: Diana Knieling
Nachfolgend ein kleiner Einblick in das Leben von Georges und Julie.
Nach 8 Jahren trennte sich das Storchenpaar Georges und Julie am 08. März 2016. Julie hatte schon im letzten Jahr Interesse an einem neuen Partner – oder Horst ? – gezeigt, wurde aber 2015 noch abgewehrt. In diesem Jahr nun gelang es ihr, sie zog um auf den Horst Wabern IV, wo zwei Tage zuvor das Storchenmännchen zurückgekehrt war.
Julie kommt zwei Jahre nach ihrem Entschluss innerorts zu brüten auch dort ums Leben, Georges stirbt einsam Ende 2020 nach Attacken, vmtl. eines Rivalen, in der Sandgrube Uttershausen.
unser Ederstorch alleine in seinem Horst am 16. März 2016, die schönste Zeit ist für ihn vorbei, das zeigen uns die nächsten Jahre.
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