Wieder ist es soweit, wir warten auf Heimkehrer

Wir warten auf Heinz, seine Partnerin Heide (unberingt) vom Horst Unshausen und auf Kira (beringt), die seit 2018 zusammen mit Carlos brütet.

Unberingte Störche sind nicht einfach und nicht eindeutig zu identifizieren, sofern sie nicht vor Ort überwintern. So können wir bei diesen Störchen nie mit Sicherheit sagen, ob es sich eindeutig um die Störche aus dem Vorjahr handelt.

Das Paar von der kath. Kirche hat 2020 seinen Nachwuchs verloren, die Jungtiere wurden schwer verletzt von der Feuerwehr geborgen und konnten in unserer Storchenstation erfolgreich aufgezogen und ausgewildert werden. Für das Brutpaar der kath. Kirche ist es ein Totalverlust gewesen, eine sehr stressvolle Saison, die eigentlich die Aufgabe des Standortes zur Folge hätte…. wären da nicht die zahlreichen anderen, erfolgreich flügge gewordenen Jungtiere, die den Störchen suggerieren: hier ist der Lebensraum der uns ausreichend Nahrung bietet, hier müsst ihr bleiben.

Kiras Bruthorst ist durch die Störchin Pauline belegt. Durch die Überwinterung wurde Pauline auf den Horst Wabern IV geprägt. Wenn Kira zurückkehrt wird es mal wieder zu Kämpfen kommen. Als Wildvogelpfleger sieht man diese Gefahren, verhindern konnten wir sie leider nicht.

Kira 2020 in der Ottostrasse, im Brustbereich wurde sie verletzt – das war knapp
Kira, einen Tag später in den Ederauen Wabern

Allgemein haben die überwinternden Weißstörche den Vorteil sich ihren Horst sichern zu können, spät heimkehrende Weißstörche haben meist das Nachsehen. Heftige Storchenkämpfe entstehen ursächlich meist durch den Verlust des Horstes, durch die Belegung eines anderen Storches. Wir können nur hoffen, dass Pauline und Kira dies überleben.

Trotz allem und auch gerade wegen der vergangenen schwierigen Monate für uns alle, freuen wir uns auf die Heimkehr der Störche und eine hoffentlich unfallfreie Storchensaison 2021!

Wir werden so oft wie möglich berichten, schauen Sie gerne wieder bei uns herein.