Wabern III

privat errichteter Kunsthorst Nähe Bahnhof Wabern –

Gebaut wurde dieser Kunsthorst im Jahr 2005, 2006 war er erstmals belegt aber ohne Bruterfolg.

Schornsteine sind für Weißstörche ein attraktiver Brutplatz.

Offene Schornsteine sind eine große Gefahr für nistplatzsuchende Störche ebenso wie für Jungstörche, deren Horst in der Nähe ist. Auch in diesen Schornstein sind Jungstörche hineingefallen, der Bruthorst dieser verunglückten Jungstörche war der Horst Wabern II, Spänebunker Blecher.

Die stundenlangen Beobachtungen in den ersten Jahren der Wiederansiedlung der Weißstörche in Wabern, durch Manfred Gunia (HGON), hat diesen beiden Jungstörchen das Leben gerettet.

Er traute seinen Augen nicht bei einer seiner Beobachtungen, da war doch ein Jungstorch vom Rand des Schornsteins in den Schlot gefallen… Die Schornsteinbesitzer wurden umgehend informiert. In einer gemeinsamen Rettungsaktion wurde der Jungstorch befreit. Dazu musste der Schornstein geöffnet werden. Ein Loch wurde gestemmt um ins Innere zu gelangen. Dort stand der Jungstorch, ohne Brüche hatte er den Sturz überlebt,  total verrußt wurde er geborgen.

Eigentlich war die Rettungsaktion bereits abgeschlossen, als Manfred Gunia jedoch den Schornstein von innen begutachtete bemerkte er eine Zehe die aus dem Schutt herausragte, direkt hinter dem gestemmten Loch und glaubte seinen Augen nicht zu trauen…

Er entfernte die Steine,  nach und nach kam der zweite Jungstorch zum Vorschein. Niemand rechnete damit, dass er noch leben könnte, denn man war ja über ihn herüber gekrochen. Doch er hatte auch dies  überlebt.

Was hatten diese beiden Geschöpfe doch für einen wunderbaren Schutzengel!

Er wurde später im Hessenpark untergebracht, vermutlich hatte er sich doch einen Bruch zugezogen, war flugunfähig.

Die Schornsteinbesitzer haben den offenen Schlot gesichert und einen Kunsthorst errichtet.