Storchenkämpfe in Wabern

Ein tätlicher und verbaler Angriff folgte gestern der Montage der Abwehrmaßnahmen zur Sicherung des Schornsteins an der Schule Wabern. Die Arbeiten wurden von uns begleitet, die montierte Abwehrmaßnahme wurde auf Verletzungsgefahr überprüft. Corona-Schutzmaßnahmen wurden von der Angreiferin völlig missachtet. Im Auto sitzend konnte ich mich nicht sofort dagegen wehren.

Zuvor wurden uns Storchenkämpfe von Herrn Horstmann gemeldet – Luftkämpfe hatten am Vortag in der Landgrafenstrasse stattgefunden. Deshalb befand sich wohl auch kein Nistmaterial mehr auf dem Schornstein der Schule in der Engelstrasse. Die Störche der kath. Kirche versuchten scheinbar, den Bau zu verhindern. Nahrungsmangel verursacht ein solches Verhalten.

Nun soll laut einer Storchenseite im Netz gestern am Bahnhof Wabern einer der beiden Störche von der Schule ums Leben gekommen sein. Die Schuld dafür will man der Storchenstation geben, so ist der Bericht zu lesen.

Das ist der vierte Altstorch, der in Wabern umgekommen ist, und es wird nicht der letzte sein. Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass eine künstliche Ansiedlung an derart ungeeigneter Stelle zum Schutz der Weißstörche unterbleiben muss, leider vergebens. Wir haben den Rückbau des Horstes auf der Kirche und Wabern IV gefordert, ebenfall vergebens. Die Horste waren zu diesem Zeitpunkt nicht von einem festen Brutpaar belegt.

Dass man mit einer künstlichen Ansiedlung immer mehr Störche anlockt, sollte bekannt sein.

Das Foto zeigt den verletzten Storch Carlos, die Kämpfe finden seit einigen Wochen statt. Hier ruht er vorübergehend auf dem Horst Wabern I.

Der Vorfall wird an die entsprechenden Behörden gemeldet.