Rückblick auf die Saison 2021 – immer noch viele Störche in Wabern

2021 war für die Waberner Störche wohl das erfolgreichste Jahr seit langem, denn aufgrund der fast ständigen Feuchtigkeit hatten sie erstmals kaum Probleme ihren Nachwuchs gross zu ziehen. 2 neue Horste entstanden, gebrütet wurde jedoch nur in dem Horst unmittelbar am Bahnhof Wabern. Neu belegt wurde 2021 auch der älteste Waberner Storchenhorst in den Ederauen, Carlos (seit 2020 Wabern IV innerorts) wollte ihn zwar weiter verteidigen, hatte dabei aber das Nachsehen und wäre fast dabei umgekommen.

So erfolgreich wie das Jahr 2021 war, so verlustreich war es auch. Insgesamt verunglückten in Wabern 4 Altstörche, 3 davon tödlich (2 waren sofort tot, einer musste eingeschläfert werden), der dritte, Paco verlor sein linkes Bein.

Diese tödlichen Unfälle fanden alle in der Anfangszeit der Storchensaison statt, in der Zeit wo die Störche nach Nistgelegenheiten suchen und dies leider vorwiegend am Waberner Bahnhof und in unmittelbarer Umgebung. Die vielen Horste in Bahnhofsnähe locken die Fremdstörche in einen sehr gefährlichen Bereich.

Noch immer verweilen insgesamt 11 Weißstörche in Wabern, soviel wie nie. Die Ernte der Zuckerrüben und die Bearbeitung der Felder ernähren sie derzeit noch. Sie werden bei Kälteeinbruch zum grössten Teil sicher abziehen in Richtung Büttelborn.

Von Herr Usinger aus Büttelborn wurde uns gestern eine erfreuliche Rückmeldung gegeben: Ein Pflegling der in 2019 hier als abgemagerter Altstorch aus Stockheim gebracht wurde, hält sich derzeit in Büttelborn auf.
Weitere 3 beringte Waberner Störche halten sich bei einer Mülldeponie in Spanien auf, Störche aus 2015, 2018 und 2020, von den Horsten Wabern IV und Niedermöllrich.