2018 – Unsere Julie verunglückt tödlich in der Ottostrasse, Gelegeverlust Wabern V

Das Foto zeigt die Ederstörchin Julie auf der Sirene in Niedermöllrich. Dort hat sie nach dem eigenen Gelegeverlust 2015 zusammen mit Georges die ausgewilderten Jungstörche vom Horst Wabern II: Claus, Doris und Mizo adoptiert.

Nachfolgend die Zahlen der flüggen Jungstörche 2018 in den Horsten des Schwalm-Eder-Kreises:

  • Wabern I 2 Jungstörche
  • Wabern II 4 Jungstörche
  • Wabern III 1 Jungstorch
  • Wabern IV 3 Jungstörche
  • Wabern V 0
  • Unshausen 1 Jungstorch
  • Niedermöllrich 2 Jungstörche
  • Loshausen I 3 Jungstörche
  • Loshausen II 1 Jungstorch
  • Ziegenhain 3 Jungstörche
  • Allendorf 2 Jungstörche
  • Malsfeld 3 Jungstörche

Fünf Störche überwintern in Wabern

5 Störche überwintern in Wabern: Pauline und Paul von Wabern II, sie überwintern hier seit vielen Jahren. Georges und Carlos (Wabern IV u. Wabern I) und Merlin vom Horst Niedermöllrich. Unsere schwer verletzte Störchin Romy ist Ende August abgezogen, wir müssen leider davon ausgehen, dass sie nicht zurückkehren wird. Merlin hatte heute – wie schon des öfteren – Besuch der Störchin Pauline aus Wabern.


Foto: Sonne pur an diesem schönen Samstag im November.

Stellungnahme zum Artikel

Wir möchten uns deutlich von den Ausführungen des nachfolgenden Artikels nur in Bezug auf den Horst auf der kath. Kirche in Wabern distanzieren: Kirchtürme für die Störche.

Erstaunlicherweise gibt es keinerlei Hinweise auf unsere Forderung, den Horst zu entfernen, weil die Zunahme der Storchenpopulation in Wabern nicht mehr tragbar ist für die Weißstörche. Im Grunde kennt jeder die Situation in Wabern, und trotzdem?

Uns ist das völlig unverständlich, denn es ist nicht zum Wohl der Tiere und auch hier bleibt letztendlich der Naturschutz auf der Strecke und der Storch wird zum “Haustier”. Das ist nicht die Zukunft, die wir uns für die Ciconias im Schwalm-Eder-Kreis wünschen. In dem Artikel wird der Bruterfolg 2018 mit 15 Jungstörchen alleine in Wabern gelobt. Auch dazu eine klare Stellungnahme unserseits: Das geht hier in der Rübengemeinde nur mit Zufütterung und bis auf einen Horst in einem Ortsteil von Wabern wurden alle zugefüttert. Sonst hätten wir mit viel Glück vielleicht 3 oder 4 flügge Jungstörche und vermutlich 3 verlassene Horste gehabt. Auch in unserem Horst in Niedermöllrich wurde zugefüttert, nicht zuletzt wegen der schwer verletzten Brutstörchin, aber auch wegen der Lage in der “Storchengemeinde Wabern”.

Ein kleiner Überblick zu den Horsten im Schwalm-Eder-Kreis

  • Wabern I : 2 Küken
  • Wabern II: 4 Küken
  • Wabern III: 1 Küken
  • Wabern IV: geschlüpft aber noch nicht zu sehen
  • Unshausen: 2 Küken
  • Niedermöllrich: 2 Küken
  • Loshausen I: 3 Küken
  • Loshausen I: 1 Küken
  • Ziegenhain: 3 Küken
  • Allendorf: 1 Küken
  • Malsfeld konnte noch nicht kontrolliert werden.

 

Storchenhorst Niedermöllrich

Wir haben lange nichts berichtet, dass hatte seinen Grund: Diese Storchensaison 2018 hat unsere gesamte Zeit, Aufmerksamtkeit und Nerven in Anspruch genommen – und sie ist noch nicht vorbei…

Am 18. April ereignete sich im Storchenhorst Niedermöllrich ein schwerer Unfall, bei dem sich unsere Brutstörchin Romy das Bein brach. Der Unfall wurde über die Kamera live beobachtet: ein Fremdstorch griff den Horst an, die Störchin kam deshalb übereilt zurück sie landete im Horst, konnte plötzlich nicht mehr stehen, ein Bein war gebrochen. Der anfangs geschlossene Bruch wurde schnell zum offenen Bruch. Wie sie sich den Bruch genau zugezogen hat bleibt Spekulation. Der Fremdstorch hatte Nestberührung.

Einfangaktionen in den ersten Tagen waren vergeblich. Der Bruch hätte gut versorgt werden können, das Bein hätte man retten können. Romy wollte es anders und so beschlossen wir nach wenigen Tagen ihr diese Brutsaison zu lassen, ihr Brutgeschäft nicht weiter zu stören. So sehr hatte sie um ihren Horst gekämpft, 2016 brütete sie hier als erste Störchin in Niedermöllrich und nun so eine böse Verletzung. Fortan stand sie über dem Gelege, denn hinsetzen war mit dem verletzten Bein nicht möglich. Die Eier wurden täglich 3-4 mal über einen Zeitraum von 1-2 Stunden gekühlt. Auch am Abend, wenn es kühl wurde.

Am 25. April, nach 7 Tagen änderte sich ihr Verhalten, mit viel Mühe gelang es ihr sich zu setzen. Niemand glaubte mehr an Nachwuchs für das Paar, aber sie konnten ihren Bruttrieb ausleben, das war uns wichtig. Das erste Ei lag am 30. April vor dem Haus, Dotter war zu sehen, wie erwartet… Am 01. Mai um 21.50 Uhr geschah was niemand mehr erwartet hat: über die Kamera war zu sehen, dass… ein Küken schlüpfte – Wunder der Natur! Am Morgen des 2.05. lag ein zweites Küken im Nest. Wir konnten es nicht fassen, jetzt hoffen wir, dass weiter alles gut geht, Romy und Merlin ihren Nachwuchs zum Ausfliegen bringen können und es dann vielleicht doch noch ein Happy End gibt, im Storchenhorst Niedermöllrich, für das Storchenpaar Romy und Merlin.

Wir tun dazu, was in unserer Macht steht. Besonders danken möchten wir an dieser Stelle der Paasmühle (Thorsten Kestner), ihn haben wir unmittelbar nach dem Unfall kontaktiert; sowie dem Tiernotruf.de, er war noch am Unfalltag vor Ort!