Fremder Jungstorch stirbt in Wabern durch Stromleitung

Ein toter Storch wurde uns vormittags gemeldet, auf einer Pferdewiese Wabern in Richtung Zennern. Es handelte sich um einen unberingten Jungstorch.

Den Sonntag 26.07. haben wir damit verbracht die Waberner Horste zu kontrollieren. Auf dem Spänebunker Blecher, Wabern II zeigten sich recht schnell 2 Jungstörche, so dass wir diesen ausgeschlossen haben. In Niedermöllrich kam erst gegen 18 Uhr der zweite Jungstorch zurück, einer war bereits 1 Stunde im Horst.

Da es sich um einen unberingten Jungstorch handelte blieb nur noch Wabern III und Unshausen. Manfred Gunia kontrollierte die Horste in den Abendstunden und auch dort zeigten sich alle bereits flüggen Jungstörche gesund im Horst.

Es ist wohl menschlich, dass man wissen will um welchen Jungstorch es sich handelt, ob es ein Jungtier aus dem eigenen Horst ist. Doch den Tod dieses jungen Storchenlebens macht es nicht leichter.

Es gibt so viele Gefahren, die wir Menschen den Tieren in ihrem Lebensraum zumuten. Unsere Pflicht ist es eine künstliche Ansiedlung an solchen Stellen zu unterlassen, dies sollte eigentlich für jeden Storchenfreund eine Selbstverständlichkeit sein.

Doch was tun wir gegen die Gefahren im Freiland, der Jungstorch ist gegen die Oberleitungen geflogen, der Hals war gebrochen. Er lag direkt darunter. Diese Oberleitungen sind für die unerfahrenen Jungstörche eine sehr grosse Gefahr, überall auf dieser von Menschen geprägten Welt.

Der Strommast, an dem im vergangenen Jahr ein Altlstorch den Tod gefunden hat, er wurde gesichert, dafür hat die Obere Naturschutzbehörde Kassel gesorgt. Diese Leitungen wird niemand sichern.

Am nächsten Tag waren genau in diesem Bereich 30 Störche anzutreffen, sie haben einen ihrer Kameraden verloren.