Carlos (DEH-HC 85) und Kira (DER AU 468) sind das neue Paar in Waberns Ederauen

Carlos ist uns schon länger bekannt, wir haben darüber kürzlich berichtet, Kira konnte von uns am Tag des Einzugs in den Horst abgelesen werden. Die Vogelschutzwarte Radolfzell hat uns freundlicherweise direkt darüber informiert, wo Kira beringt wurde. (2014 in Forst/Baden Würtemberg)

Erhaltung des Lebensraums und Sanierung des Horstes werden bei Wabern I und Unshausen von der Oberen Naturschutzbehörde Kassel umgesetzt.

Wir freuen uns ganz besonders, denn der Lebensraum in der Nähe des Horstes Wabern I bietet den Störchen ausreichend Nahrung, auch bei anhaltender Trockenheit. Gerade in der Anfangszeit der Aufzucht finden sich hier ausreichend Würmer und andere Kleintiere, denn die Feuchtgebiete trocknen nicht vor August aus. Das ist sehr wichtig, denn der Storch muss bei Angriffen in unmittelbarer Nähe seines Horstes sein, vor allem in der Anfangszeit. Ist der Horst fern vom Nahrungsgebiet, müssen Jungtiere und Altvögel viele Stunden am Tag hungern, nur wenige oder keine Jungstörche werden flügge. Hier siedelte sich im Jahr 2002 das erste Storchenpaar Waberns an, 32 Jungstörche wurden bis heute flügge. Seit dem Totalverlust im Jahr 2015 stand der Horst leer. Schaut man sich die Statistik an, kann man nicht verleugnen, dass mit der gestiegenen Zahl der Horste auch die Anzahl der flügge werdenden Jungen geringer wird. Ein deutliches Anzeichen dafür, dass eine weitere Ansiedlung in Wabern nicht zu befürworten und nicht zu verantworten ist.

Siehe dazu: Statistik

Mit dem dritten belegten Horst in der Kerngemeinde Wabern beginnt die Nahrungsknappheit.


Endlich wieder Tauwetter, Nahrung und Wasser in unmittelbarer Nähe des Horstes bieten den beiden optimale Bedingungen


Der Horst wird erweitert, sichtbare Nestbauaktivitäten sind ein sicheres Zeichen dafür, dass sich die beiden für WI entschieden haben – eine gute Wahl Ciconia ciconia !