Feline – unberingte Störchin Wabern IV

Die älteste unberingte Störchin vom Storchenhorst Wabern IV, innerorts

Seit 2010 brütete diese Störchin in Wabern, immer wieder hat sie den Partner und auch den Horst verloren. Auch wenn sie fast kontinuierlich jedes Jahr früher zurückkehrt, kommt sie doch immer zu spät. Ihr Horst ist schon von einem anderen Weibchen eingenommen, ihre Standorttreue führt dann dazu, dass sie unbedingt in Wabern bleiben möchte. Immerhin lebt sie hier seit dem Jahr 2010

2010  

Traf sie in Wabern als mindestens 2 jährige Störchin ein und gesellte sich Ende April zum Weißstorch  Felix auf den Horst Wabern II, Spänebunker Blecher,  Waberns einzigen Naturhorst.

Zu einer Brut kam es nicht mehr, dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die Störchin noch nicht geschlechtsreif war, denn eigentlich ist bis in die erste Maidekade mit einer Eiablage zu rechnen.

2011

Die erste Brut mit Storch Felix, auf dem Horst Wabern II, Spänebunker Blecher.  2 Jungstörche wachsen heran, dann verunglückt Felix   am 08. August tödlich an der Autobahn A 49 zwischen Fritzlar und Borken. Viele Kilometer weit weg von seinem Horst sucht er nach Nahrung .

Die Jungen sind zum Glück bereits flügge, werden von Feline noch bis Anfang September alleine geführt.

2012

Feline kehrt zu spät zurück, ihr Bruthorst aus dem Vorjahr ist bereits belegt. Das Storchenpaar vom Schornstein ist umgezogen auf den Horst Spänebunker Blecher, vermutlich eine strategische Wahl, warum auch immer. Der Horst Wabern III bleibt daraufhin einige Jahre leer stehen.

Feline wählt den Horst in der Nähe, den Horst Wabern IV, gegenüber des Horstes Wabern II, auf der anderen Seite der ICE Strecke.  Das ist typisch für Störche, die ihren Horst verlieren. Sie tun sich schwer mit der Veränderung,  suchen die Nähe zum alten Horst.

Gefahren erkennen sie dabei nicht. Eben sowenig ob der Lebensraum überhaupt ausreichend Nahrung bietet. Sie wollen hier brüten!

Das tut sie  dort mit dem beringten Storch Heinrich (DEH H 9450), doch das Storchenglück währt nur kurz. Nahrungsmangel durch Trockenheit führt zum Abwurf von 2 Jungstörchen, jetzt heißt es auch für die Altstörche überleben: er verlässt Wabern und kehrt  nie wieder  hierher zurück, brütet heute erfolgreich in Südhessen.

2013

Feline kehrt mit einem wohl recht jungen Storch zurück, die beiden brüten wiederum auf dem Horst Wabern IV.  Ein Jungstorch verunfallt kurz vor dem flügge werden tödlich unmittelbar in Horstnähe, einer wird flügge.

Störchin Feline auf dem Bruthorst 2013
Friedrich und Feline auf dem Horst Wabern IV

2014-2015

brütet sie wiederum mit ihrem Partner, Friedrich (unberingter Storch) auf dem alten Bruhorst, dort hat sie wohl die schönste Zeit in ihrem Leben.

2016

Feline kehrt wiederum zu spät zurück. Die Ederstörchin Julie hat in diesem Jahr erfolgreich den Horst erobert und brütet dort mit Felines ehemaligem Partner Friedrich.  Feline muss umziehen und wählt leider die Nähe zum ehemaligen Horst.  Die Horsttreue setzt sich erneut durch, unabhängig vom Nahrungsangebot brütet sie auf der kath. Kirche und bekommt dort mit viel Mühe 2 Jungstörche groß, die allerdings erst mit über 90 Tagen flügge werden! Kein gutes Zeichen für einen erfolgreichen Zug in den Süden.

2017

Feline brütet wiederum auf der kath. Kirche, muss sich allerdings einen neuen Partner suchen, denn Georges ist zurück zu seiner Ederstörchin und brütet mit ihr auf dem Horst Wabern IV.

Wiederum macht sich der Nahrungsmangel bemerkbar, Felines Partner zieht ab. Storchenkämpfe kann ein einzelner Storch nicht abwehren, noch dazu auf einer Grundfläche von ca 3-3,5 m/Quadrat. Die Fremdstörche können gleichzeit an mehrern Seiten landen.

Feline verliert ihre gesamte Brut, nur  1 Woche vor dem erwarteten Schlupf.

Soviel Pech hat diese wunderbare Störchin, sie braucht einen sicheren Horst mit geeignetem Lebensraum, den wünschen wir ihr!

2018

Feline kehrt trotzdem zurück, dieses mal so spät, dass in Wabern alle Horste mit einem Paar belegt sind. Als die Ederstörchin Julie ums Leben kommt ist Feline nicht da, eine andere Störchin nimmt den Platz im Horst Wabern IV ein. Eine vom Verhalten und Gefieder her recht junge Störchin namens Betty.

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Feline in der Ottostrasse, unweit von ihrem ehemaligen Bruthorst. Auch die kath. Kirche ist belegt.

25. März 2018

Neben den 10 Störchen, die Waberns Horste belegen, hält sich zur Zeit auch Feline hier auf. Sie ist die älteste unberingte Störchin in Wabern und kann es wohl im Moment nicht begreifen, dass für sie kein Horst mehr frei ist.
Das ist für uns traurig mit anzuschauen, die Störche kommen hoffentlich besser damit zurecht.

Am 25. August war Romy schon abgezogen, als ich von der Arbeit nach Hause kam und eine Störchin auf der Kamera erblickte. Nein, Romy  war es leider nicht, es war mit grosser Wahrscheinlichkeit Feline. Ihr Gefieder ist sehr markant gezeichnet.

Hat sie keine Brut gehabt in diesem Jahr, es scheint so?

Ob sie 2019 noch einmal in Wabern vorbei schaut?

Wir wünschen dieser unberingten Waberner Störchin Feline ganz viel Glück und einen wunderschönen Platz auf Dauer, an dem sie noch viele Jahre in Ruhe ihren Nachwuchs aufziehen kann.

ehemalige Waberner Brutstörchin Feline
Feline umfliegt ihren alten Bruthorst, der bereits von einem Paar belegt ist. Meggy stammt aus Niedermöllrich, der Partner ist noch nicht identifiziert, auch unberingt.

2019

Storchenkämpfe führen zum Tod des Waberner Brutstorchs Paul vom Horst Wabern II, Spänebunker Blecher. Das veranlasst Georges kurzerhand umzuziehen. Er verlässt seine Parnterin mit der er 2018, nach dem Tod von Julie auf dem Horst Wabern IV gebrütet hat und zieht auf den Spänebunker. Kurz darauf zieht das Paar von der Kirche um auf den Horst Wabern IV. Die unberingte Störchin könnte durchaus Feline sein, auch die schweren Kämpfe sprechen dafür. Das Gefieder wird zwar gemausert, ähnelt aber dem vorjährigen immer sehr. Die grauen Federn sind markant, auch die Auswölbung unten am Schnabel ist bei Feline auch ohne klappern sichtbar, fast wie ein “kleines Doppelkinn”.

2020

Heftige Storchenkämpfe über mehr als 2 Wochen führen letztendlich dazu, dass eine unberingte Störchin am Bahnhof Wabern verunglückt. Ein Horstbau in der Nähe von Wabern IV, den sie mit dem neuen beringten Partner begonnen hatte, musste aus Brandschutzgründen entfernt werden. Das Gebäude gehört dem Schwalm-Eder-Kreis. Nach unseren Beobachtungen handelt es sich um die Störchin, die letztes Jahr im Horst Wabern IV gebrütet hat, also wahrscheinlich um Feline.