Aktuelle Storchensaison 2020

Stand 27.03.2020

BRUTBEGINN – so früh wie nie im Schwalm-Eder-Kreis

Fast alle Störche sind im Brutgeschehen, lediglich im Horst Wabern IV und Wabern V liegt noch kein Ei. Aber auch hier wird es nicht mehr lange dauern.

Störche verlassen ihren Horst nie gemeinsam, wenn erst einmal ein Ei gelegt ist. Das ist die absolute Ausnahme und kommt meist nur bei Kämpfen vor.

Durch die beginnende Trockenheit sind die meisten Fremdstörche abgezogen. Erst einmal kehrt ein wenig Ruhe ein.

Unser Storchenpaar in Niedermöllrich ist vom Stress in Wabern verschont, sie interessieren sich auch nicht dafür. Ihr Territorium geht bis Lohre und Cappel.

Wenn alles gut geht, schlüpfen die ersten Jungstörche in einem Monat.

Wiederum verlässt ein Storchenpaar den besten Lebensraum

Carlos und Kira, vom Horst Wabern I Ederauen, sind umgezogen nach Wabern. Dort gibt es die künstlich geschaffene Storchenkolonie, diese wirkt auf Störche wie ein “Magnet”. Sie besteht aus 1 Naturhorst (Wabern II, Spänebunker Blecher und 3 Kunsthorsten)

Dieses Verhalten der Störche hatten wir bereits 2015 bei Julie erleben müssen. Der Umzug, eine letztendlich tödliche Entscheidung für sie. Denn Julie starb 2018 durch die Gefahren die innerorts unvermeidbar vorhanden sind und die ein Storch nicht einschätzen kann. Zwei weitere Brutstörche sind dadurch umgekommen. Auch der Nachwuchs kann in Wabern nicht erfolgreich aufwachsen, aber auch das wissen die Störche zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie suchen sich den Standort nicht nach dem vorhandenen Nahrungsangebot aus, sondern leben ihren tief verwurzelten Instinkt des Kolonienbrüters aus. Denn derzeit ist es überall nass, sie werden satt. Das wird sich mit Beginn des Frühjahrs ändern und selbst wenn dieses Regen bringt: es kann für so viele Störche niemals reichen. Zum Bedarf, siehe Link.

Es ist eigentlich in unseren Verantwortung sie vor diesen Gefahren zu beschützen. Wir haben mehrfach darum gebeten die 2 Kunsthorste die im Jahr 2011 gegen unsere Bedenken errichtet wurden, wieder zurück zu bauen.
Mehr können wir leider nicht tun.

Kira nach dem Umzug, durch Storchenkämpfe heftig verletzt
Gefahr erkannt ….

Störchin Kira ist gesund zurück

Carlos hat seine Partnerin der vergangenen beiden Jahre sofort wieder akzeptiert, obwohl er einige Wochen mit der Störchin vom Horst Wabern II Blecher, mit Pauline unterwegs war. Aufgrund der Beringung ist eine eindeutige Identifizierung möglich.

Storchenpaar Wabern I ist komplett

Belegung Wabern V am 17. Februar 2020

Auf dem Horst Wabern V macht es sich zur Zeit ein artfremdes Vogelpaar gemütlich. Die Störche werden sicher aufräumen, wenn sie zurückkommen.

Auch wenn in Lohre sehr oft Störche anwesend sind, es ist das Storchenpaar aus Niedermöllrich, dass oftmals auf den Feuchtwiesen an der Eder zu sehen ist. Hier Merlin, während Romy am Sportplatz auf einem Mast ruht. Bei dem guten Nahrungsangebot sind auch zahlreiche Silberreiher anzutreffen.


14. Februar 2020

Willkommen zu Hause Georges

Die Storchensaison 2020 beginnt mit der Heimkehr unseres ältesten Storches. Seit 2008 brütet er in den Ederauen Wabern, seit 2016 im Ortskern von Wabern, 2019 auf dem Horst Wabern II.

Seit dem tödlichen Unfall seiner Partnerin Julie, 2018 innerorts von Wabern, ist er rastlos geworden, er ist nicht mehr der alte.

Den Winter, er ist wiederum kurz vor Silvester abgezogen, verbringt Georges seitdem in Südhessen, dort wo er vermutlich Julie kennengelernt hat, dort wo sie aufgewachsen ist.

Pauline, seine Partnerin aus 2019, ist seit dem Abzug von Georges mit Carlos zusammen und wechselt zwischen Wabern I Ederauen und Wabern. Wir hoffen das Durcheinander richtet sich noch, vielleicht durch die Heimkehr von Kira, der Partnerin von Carlos.

Wir werden darüber berichten…