Aktuelle Storchensaison 2019

Vogelstimme Weißstorch

Zum Titelbild: Wabern I am 18. Juli 2003, damals einziger Horst in Wabern. Manfred Delpho hat freundlicherweise dieses wunderschöne Foto zur Verfügung gestellt.

“Storchenparadies”
“Hoch von seinem Horst auf dem alten Bauernhaus überblickt Adebar eine vielgestaltige Landschaft: zum Altarm des Flußes hin stehen betagte, knorrige Eichen, mit kleineren Gehölzgruppen und Weidenbüschen dazwischen. Auf der anderen Seite erstreckt sich über viele Kilometer eine grüne Niederung, auf der hier und dort ausgedehnte, wassergefülte Senken silbern schimmern.” (Schulz, 1993) So wird in dem Buch Der Weißstorch. Lebensweise und Schutz ein Paradies des Storches beschrieben.

Wo stehen die Horste in Wabern und dem Kreis? Hier geht es zum Lageplan, punktverortet https://stoerche-wabern.bplaced.net/lageplan-der-horste-im-schwalm-eder-kreis/


20 Jungstörche leben zur Zeit in den Waberner Horsten

So ganz sicher sind die Zahlen noch nicht, Nachzügler könnten sich durchaus noch verstecken, wir lüften aber heute mal das Geheimnis um den Storchennachwuchs in den Waberner Horsten.

Die Bilder erscheinen in der Reihenfolge (Jahreszahl in der die Horste errichtet wurden)

Im Horst Wabern V konnten am 01.06. 2 Küken im Alter von ca. 2 1/2 Wochen gesehen werden, das zweite Küken allerdings recht klein. Der Horst wurde am 01. Mai wiederum, wie in den Jahren zuvor, von Fremdstörchen heftig attackiert. Berichte von Anwohnern meldeten Fremdstörche auf der Fläche des Turms. Auch ist bei Angriffen meist nur ein Altstorch anwesend.

Der Nachwuchs zeigt sich auch im Horst von Giflitz

Das Foto wurde uns freundlicherweise von Hermann Sonderhüsken geschickt. Zur Zeit sind 2 Küken deutlich erkennbar.

Seit 2009 ist dieser Horst jedes Jahr besetzt.

Nach dem Regen 12.05.2019

Gestern Abend gegen 20 Uhr hörte er endlich auf – das war knapp

In vielen Horsten Süddeutschlands sind Jungstörche (teilweise alle) gestorben, wir erleben das alle Jahre wieder. Nasskaltes Wetter und Küken die zu gross sind, oder von der Anzahl her zu viele, um noch gut gewärmt zu werden.

Über die Kamera konnte beobachtet werden, dass unser kleinstes Küken für 2 Stunden nur unter dem Flügel von Romy untergebracht war und beim Wechsel kaum noch Reaktion zeigte. Die Alttiere haben dies sehr wohl sofort bemerkt, Romy wollte anschliessend nicht mehr hudern, Merlin übernahm dann auch die Nachtschicht und huderte die Kleinen gut, so dass heute früh Entwarnung gegeben werden kann.

Allerdings ist das Kleine durch diesen kalten fast futterlosen Tag nochmals in der Entwicklung gestoppt.
Wir hoffen und bangen weiter um diesen Zwerg.

Wabern I zeigt sich heute früh sehr entspannt und auch auf dem Schornstein Wabern III ist Leben.

Fütterung nach dem grossen Regen, die Küken machen einen sehr munteren Eindruck

Bangen um den älteren Nachwuchs

Für die kommenden 2 Tage brauchen wir noch einmal ganz viel Glück 🍀🍀🍀

Der gemeldete Regen kommt hoffentlich über die Nacht und den Tag verteilt… Vielerorts sind Storchenküken aufgrund der Kälte und Nässe eingegangen. Der Regen ist für Wabern wichtig, aber Kälte vertragen die Jungstörche nicht gut in Kombination mit Nässe. Hoffen wir es wird nicht so schlimm..

Storchenhorst Wabern I in den Ederauen. Der Lebensraum wurde hier von der Naturschutzbehörde stark verbessert, für viele Arten. Auch unsere im Lebensraum angesiedelten Störche profitieren davon, sie verteidigen ihr Territorium aber vehement, ein deutliches Zeichen!


Erster Nachwuchs ist geschlüpft

Der Regen war bitter nötig für die Natur, gerade jetzt wo die ersten Küken geschlüpft sind.

Da es in Wabern kaum Feuchtgebiete gibt, ist der natürliche Bruterfolg unserer Weißstörche vom Wetter abhängig. Sie benötigen in den ersten Tagen der Aufzucht zwingend Kleingetier, ist dies nicht zu finden, wird der Großteil des Nachwuchses sterben.

Weißstörche haben in der Regel 4-5 Eier/Küken, manchmal gar 6! In geeigneten Brutgebieten werden gut 3-4 Storchenküken groß, teilweise auch alle.

Aber die derzeit etwas entspannte Nahrungssituation verleitet auch Fremdstörche dazu hier zu verweilen. Die Gefahr von Storchenkämpfen steigt.

Heute waren gleich 8 Fremdstörche unterwegs, alle Bruthorste waren von 2 Störchen gesichert, auch auf dem Horst der kath. Kirche (Wabern V) standen 2 Störche. Dieser Horst ist aufgrund seiner grossen Grundfläche besonders gefährdet, es gab hier in den letzten beiden Jahren Totalverluste durch Storchenkämpfe.

Schnelle Reaktion der DB – die Masten sind gesichert!

Auch wenn es Mainstream zu sein scheint, über die DB zu meckern, hier mal ein gar nicht so kleines Lob:
die Bahnmasten im Bereich des kritischen Gebietes am Fahrweg sind während der Nacht vom 8. auf den 9. April gesichert worden. Es ist eine selbst von der DB entworfene Konstruktion, welche sich zuvor in Südhessen bewährt hat. Da dies immer mit einem nicht zu unterschätzenden Eingriff in den Fahrplan der DB verbunden ist, sind plakative Forderungen hinsichtlich einer schnellen Absicherung eher suboptimal – eine Kontaktaufnahme mit den richtigen Stellen ersehen wir als konstruktivere Basis. Bereits während der Bauphase der Unshäuser Störche auf einem der Maste (34-14), wurde nach Hinweis auf die Dringlichkeit händisch das begonnene Nest von der DB entfernt. Die Mastabdeckungen konnten natürlich nur in Absprache mit den zuständigen Fahrdienstleitern angebracht werden. Im Bereich der Bahnüberführung L3248, Bkm 34,247 sind die Masten 34-9 bis 34-18 gesichert. Die Masten 34-15 u. 34-16 wurden bereits auf unseren Hinweis in den Vorjahren gesichert, da dort das Überwintererpaar vom Spänebunker Blecher regelmäßig ein Spielnest begann, nach Brutbeginn dies jedoch nie fortführte.
Mit dem verantwortlichen Bezirksleiter haben wir einen guten und direkten Kontakt, und können somit ggf. auf weitere Unterstützung der DB setzen.

Brutbeginn bei Waberns neuem Storchenpaar Georges und Pauline

Nur 13 Tage nach dem Verlust des langjährigen Partners Paul (wir berichteten über seinen tragischen Tod am 25.03. an der Bahnlinie in Wabern) hat am 07.04. die Brutzeit begonnen auf dem Spänebunker Blecher, Horst Wabern II.

Diese beiden Weißstörche brüten seit 2008 und 2009 in Wabern und sind damit unsere ältesten Weißstörche, die auch hier überwintern.

Wir wünschen uns noch sehr viel Zeit mit ihnen!

Paul sehr wahrscheinlich gegen einen Zug geflogen

Nachdem wir mit dem Chef der Firma Greiner, Wabern gesprochen haben, erahnen wir, wie es zu dem tödlichen Unfall kam. Die Firma Greiner liegt unmittelbar neben dem betroffenen Bahnmast in der Nachbarschaft zum Horst Wabern IV (ca. 50m entfernt) sowie in ca. 200-250m Entfernung zu Wabern V, der kath. Kirche.

Herr Greiner erzählte uns, dass die Störche unter einem Hallendach hindurch fliegen. Das heißt sie fliegen sehr niedrig über die Bahnlinie, wenn sie unter dem Dach hervor kommen. Hochziehen können sie dort wegen der Leitungen nicht. Der IC hält nicht immer in Wabern, d.h. er fährt mit hoher Geschwindigkeit durch den Bahnhof.

Wir werden das weiter beobachten.

Vermutlich ist Paul gegen einen Zug geflogen, das erklärt seine vielen Brüche, den Schnabelbruch, Genickbruch…, überrollt wurde er nicht.

Paul, Brutstorch in Wabern von 2009 bis 25.03.2019, immer mit ein und derselben Partnerin, mit seiner Pauline!


Paul kam als junger Storch im Alter von mindestens 2 eher 3 Jahren gemeinsam mit Pauline im Jahr 2009 nach Wabern. D.h. er ist ca. 12-14 Jahre alt geworden.

24 Jungstörche haben Paul und Pauline gemeinsam aufgezogen, von 2009-2011 auf dem Schornstein Horst Wabern III, Schreinerei Mose und seit 2012 auf dem Horst Wabern II, Spänebunker Blecher. Diese beiden Horste liegen auf einer Seite Richtung Zuckerfabrik, also am Ortsausgang von Wabern.

Ein wenig tröstlich ist es, dass er sofort tot gewesen sein muss. Aber diese Hiobsbotschaften die uns seit 2015 jedes Jahr erreichen, die Idylle der ersten Storchenjahre Waberns, sie sind vorbei. Künstliche Horste gehören in den Lebensraums und nicht in den Gefahrenbereich.

Paul und Pauline sowie Georges und Julie, sie waren für viele .Storchenfreunde das ideale Storchenpaar unter den Waberner Störchen. Beide Paare gibt es nun nicht mehr, das neue Paar vom Horst Wabern II sind Georges und Pauline.

Wir haben Julie im Jahr 2018 verloren, ebenfalls bei einem tödlichen Unfall ganz in der Nähe, innerorts. Mit einem Flügelbruch, entstanden vermutlich durch Anflug gegen eine Dach-/Hauskante und Absturz auf eine gepflasterte Fläche aus 10m Höhe. Innere Blutungen haben zum Tod geführt.

“So ein bischen Storch wollen wir aber doch haben”, da dürfen wir uns aber über tote Störche nicht beklagen”

Viel natürlicher ist es, den Störchen in ihren Lebensraum zu folgen, einen Sparziergang zu den Horsten zu machen um sie beobachten zu können – den Rest unserer Natur zu bwundern.

Dort gehören sie hin, unser Siedlungsbereich ist nicht mehr geeignet für die Ciconias!

Verluste in Wabern:

3 Altstörche und 1 Jungstorch sind in den Jahren von 2012 bis 2019 tödlich verunglückt in Wabern, bei 3-4 (ab 2016 Wabern V) gezählten Horsten.

Im Lebensraum Weißstorch Aue und Randbereich Dorf, gab es zwei Unfälle im gleichen Zeitraum von 2012-2019, beide waren nicht tödlich und hatten eine “natürliche Ursache”. Beinverletzungen ohne Kontakt zu den Menschen. Gezählt für 2 Horste im Lebensraum Wabern.

Gibt es schon Statistiken dazu? Wir werden uns informieren.

Bericht der HNA zur Situation waberner-storch-ist tot

1 Woche lang baute das Storchenpaar aus Unshausen auf einem Mast der Bahnlinie in unmittelbarer Nähe zu den zahlreichen innerorts gelegenen Horsten ein Nest. Ein No-Go! Schnelles Handeln war erforderlich!

So – nicht nur die Störche vom Bahnmast sind wieder umgezogen, sondern auch gleich das ganze Nest. Dank dem zeitnahen und engagierten Einsatz des Teams der Deutschen Bahn (DB-Netz) wurde das bestehende Nistmaterial vom Mast entfernt, und bereits am Abend zogen es die ‘Unshäuser’ wohl vor, sich doch wieder auf ihrem angestammten Horst einzurichten. Daher wurde auch zur Verschönerung des Heims heute das ganze verbaute Material incl. etwas Kuschelheu auf die Wiese ganz in der Nähe des Horstes verbracht. Da dürfen sich die beiden gerne bedienen… (Natürlich sind der Eigentümer der Wiese sowie der Bewirtschafter informiert) Bereits gestern Abend gg. 19:20Uhr saß ein Storch im Horst.

Unsere Brutstorch Paul ist tödlich verunglückt

Waberns langjähriger Brutstoch Paul vom Storchenhorst Wabern II, Spänebunker Blecher ist am Montag den 25.03.2019 umgekommen.

Die Storchenhorstbesitzerin von Wabern IV, Frau Riedinger, war auf der Suche nach nach Georges und hat Paul dabei im Gleisbett der Bundesbahn gefunden, mit unzähligen Brüchen. Stromtod war nicht festzustellen.
Dass es sich bei dem toten Storch nicht um Georges handelte, bemerkten wir erst einige Stunden später. Georges stand im Horst des toten Storches, im Horst Wabern II, bei der Störchin Pauline.

Waberns Brutsaison beginnt genau wie die im Jahr 2018, mit einem toten Brutstorch.

Näheres dazu am Wochenende – wir sind sehr traurig 😢

Storchenpaar Paul und Pauline auf ihrem Horst Wabern II, Spänebunker Blecher

Auch das letzte Storchenpaar ist komplett

Lange musste unser ältester Weißstorch Georges warten, seit 1 Woche ist er aber nicht mehr alleine. Seine Partnerin aus dem Vorjahr ist gesund zurück gekehrt. Sie ist zwar unberingt, zeigt laut der Horstbesitzerin aber eindeutiges Verhalten. Nun sind Waberns Storchenpaare komplett.

Sehr früher Brutbeginn bei den Störchen in Nordhessen

So früh wie nie beginnen unsere Ciconias mit der Brut. In Giflitz wurde uns von Hermann Sonderhüsken der 20. März gemeldet, aber auch in Wabern beginnt die Brut der Störche so früh wie nie zuvor, am 22.03.2019! Hoffen wir, dass der Mai keine bösen Wetterkapriolen bringt.

FREI WIE EIN VOGEL !

Am 22.03. nachmittags war es soweit: unser Pflegling aus Rockenberg, Wetterau hat es geschafft, er darf wieder raus.

Ein Start von Wabern aus kam nicht in Frage, auch wenn wir davon ausgehen, dass er zurück fliegt. Vorsicht ist geboten! Eine weitere Ansiedlung wollen wir in Wabern auf keinen Fall forcieren, es gibt schon zu viele Horste und viel zu wenig Nahrung.

So wurde der neue Horst in der Efze bei Mühlhausen gewählt und das bewährte sich dann auch. Unmittelbar nach dem Abflug von der Wiese in ca. 30m Entfernung, wurde der Horst auch angeflogen, von dort konnte man erst einmal die Lage peilen… Ca 10 Minuten verweilte er dort.

Wir gehen übrigens davon aus, dass dieser Storch weiblich ist…, gemeldet wurde er als Männchen.

Mach es gut Ciconia und pass etwas besser auf dich auf

Die Neue für Georges?

Der Ring ist an die Vogelschutzwarte gemeldet, noch ein Franke aus der Nähe von Ansbach.

Beringter Fremdstorch

beringter Storch in Wabern – Neuzugang

EBERHARD erholt sich!

Drei Tage hat er sich ausgiebig geruht, seit heute verhält er sich nun wieder wie ein Wildvogel – scheu und lebhafter. Auch der Appetit ist wieder da.

Morgen kommt er in die Aussenvoliere und wenn er ordentlich fliegt, muss die Dame in Rockenberg nicht mehr lange auf ihn warten.

DANKE für die Unterstützung an alle Spender!

DER AH 486 verletzter Storch
Eberhard, unserem verunfallten Weißstorch aus Rockenberg geht es besser, die Freiheit naht!

Sturmopfer aus der Wetterau

Am Dienstag den 12.März konnten wir ihn in der Uniklinik Gießen abholen, vermutlich durch den Sturm ist er in Rockenberg verunglückt. Trauma, Prellungen und Blutergüsse machten ihn flugunfähig. Zur Genesung verweilt er jetzt in unserer Station, bis es wieder klappt mit dem Storchenflug.

Er ist beringt, DER AH … Derweil wartet der Partner hoffentlich geduldig auf ihn!

DER AH 486 aus Rockenberg
verletzter Storch aus der Wetterau


Trotz einer schweren Beinverletzung kehrt die Brutstörchin Romy zurück zum Horst in Niedermöllrich


HERZLICH WILLKOMMEN ROMY !!!

Am 18. April 2018 ereignete sich der schwere Unfall im Horst der Storchenstation Niedermöllrich, Brutstörchin Romy brach sich ein Bein. Einfangen war unmöglich, das Brutgeschehen gab sie nicht auf, konnte aber 1 Woche nicht auf den Eiern sitzen. Trotzdem schlüpften 2 Küken und wurden auch flügge.

Dann zog Romy Mitte August in den Süden, wir mussten befürchten, dass sie nicht zurückkehren wird. Ihr Partner Merlin überwinterte in Wabern, paradox, sie hätte bleiben sollen! Der Zugtrieb war stärker. Eigentlich kehrt sie um den 20. Februar zurück, doch sie kam nicht… Wir haben gehofft bis zuletzt, dass sie es trotz dieser schweren Umstände schafft, Romy ist eine Kämpfernatur.

Wie gross die Freude über ihre Rückkehr ist, es lässt sich nicht beschreiben.

Egal, wie die Saison für dieses Paar verläuft – unsere Romy lebt – !

Auch in Giflitz ist das Horstpaar wieder vereint

Genau wie in Wabern beim Horst Wabern I, sind beide Störche beringt weshalb man mit Sicherheit sagen kann, dass es sich um die Brustörche des vergangenen Jahres handelt.

Im vergangenen Jahr hatte das Paar 3 Jungstörche erfolgreich aufziehen können.

Die nachfolgende Fotocollage wurde uns freundlicherweise von Hermann Sonderhüsken zur Verfügung gestellt!

Störche Giflitz 2019
Ankunft des Storchenpaares in Giflitz 2019

Ein weiteres Horstpaar ist komplett – Carlos muss nicht mehr warten

Carlos und Kira in den Ederauen Wabern 2019

Die beringte Brutstörchin (DER) aus dem Jahr 2018 kehrte gesund zurück, wir freuen uns über ihre Ankunft! Das Paar brütet auf Waberns ältestem Storchenhorst Wabern I seit dem vergangenen Jahr, in den Ederauen Wabern.

Seit 2002 ist dieser Horst belegt, mit Ausnahme der Jahr 2005, 2016 und 2017 wurde dort gebrütet. Unser Storchenpaar Georges und Julie haben diesen Horst leider aufgegeben, nachdem er 2016 saniert wurde.

Horstreinigung in Niedermöllrich 16.02.2019

Unser Georges ist wieder zu Hause!

Seit dem 01. Januar, nach einer Treibjagd am 30.12.2018 und anschliessendem Feuerwerk an Silvester war Georges verschollen. Das Bild in der Galerie zeigt ihn am 31.12.2019 im Flug, in Harle konnten wir ihn finden, verschreckt von der Treibjagd in den Ederauen.

Vieles war möglich, die Sorge hat uns bis heute belastet. Aufgrund seiner alten Verletzung mussten wir mit allem rechnen. Georges hinkt, das behindert ihn stark bei der Nahrungssuche.

Vor einigen Tagen gab es eine Sichtung in Südhessen. Vogelfreunde die wir informiert haben, haben sich heute auf die Suche begeben. Herzlichen Dank, vor allem an Kerstin und an die Facebook Gruppe Darmstadt für Tierfreunde sowie natürlich der lieben Claudia und Monika Löffler-Friedrich <3

Zum Glück gibt es dort eine Futterstelle die er kennt.

Heute kehrte er zurück, mit 3 Störchen im “Gepäck”.
Ein weiblicher Storch sitzt noch etwas unsicher auf dem Dach in der Nähe des Horstes. Ein Paar hat sich auf der Kirche nieder gelassen. Das Geläut hat sie allerdings am Abend verschreckt.

Störche belegen die Horste

13.02.2019 Nur 3 Tage nachdem ein unberingter Storch (vmtl. Paco aus dem Vorjahr) den Horst Wabern III belegt hat, gesellt sich ein weibl. Storch dazu. Freundlich wurde er nicht begrüßt, dass zeigt die geduckte Körperhaltung, sowie die beiden abstehenden Federn, die vermutlich durch die Abwehr entstanden sind. Das Weibchen aus dem letzten Jahr kam 2018 am 10.März an. Es ist mittlerweile durchaus üblich, dass die Störche immer etwas früher kommen, einige Tage sind normal. Fast 4 Wochen hingegen nicht. Es handelt sich sehr wahrscheinlich nicht um die Brutstörchin aus dem letzten Jahr. Das gibt dann bald Ärger!

Gerade bei dem weibl. zurückkehrenden Storch ist es kaum möglich zu erkennen, ob es sich um die Störchin des letzten Jahres handelt. Denn sie folgt natürlich dem Männchen auf Schritt und Tritt, benimmt sich eben wie jeder Storch, Ähnlichkeiten sind normal. Bei älteren Tieren gibt es zum Teil ein markantes Gefieder, hier kann man vergleichen und jüngere Störche dadurch ausschließen. Ganz sicher kann man nie sein, denn auch die Mauser verändert das Gefieder. Wissenschaftlich auszuwerten ist auch dies natürlich nicht, die Fehlerquote wäre zu gross.

Störche kämpfen um ihren Horst, sie sind in erster Linie dem Horst treu, nicht dem Partner. Der männliche Storch beruhigte sich recht schnell, ein Weibchen ist da, was will er mehr!

ANkunft Störche 2019 Wabern III
Nachdem am 10.02. ein unberingter Storch auf dem Horst Wabern III eintraf, gesellte sich am 13.02.2019 bereits ein unberingtes Weibchen dazu.

Erster Neuankömmling 2019 in Wabern

ob es sich dabei um den Brutstorch aus dem letzten Jahr handelt bleibt letztendlich ungewiss, da er unberingt ist und eine 100%ige Aussage dazu immer spekulativ bleibt. Er hat es sich auf dem Horst Wabern III gemütlich gemacht und versucht das durch den ständigen Regen nass gewordene Gefieder zu trocknen. Dem Verhalten nach handelt es sich vermutlich um den Brutstorch Paco aus dem Vorjahr.

Belegung Wabern III 2019, erster unbegingter Storch ist eingetroffen

Erster Weißstorch aus dem Überwinterungsgebiet zurück

In Loshausen ist am 09.02. der erste männliche Storch auf dem Molkereischornstein eingetroffen. In der Regel kehren die Männchen ca. 14 Tage vor der Partnerin zurück. Ob es sich um das angestammte männliche Tier handelt, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, da dieser Storch unberingt ist. Kurt Knauff hatte dieses Paar immer gut im Auge. Er hatte beobachtet, dass der Storch seinen ELSA Ring verloren hat, man konnte es an der Verfärbung des Beines genau erkennen. Heute ist das leider nicht mehr sichtbar.

Der Winter hält Einzug im Schwalm-Eder-Kreis

und doch werden schon bald die ersten Störche zurückerwartet. Viele Durchzügler werden in den Monaten ab Ende Februar im Kreis zu sehen sein, aber auch Heimkehrer aus den vergangenen Jahren. Die durchziehenden beringten Störche werden wenn möglich abgelesen und hier veröffentlicht. https://stoerche-wabern.bplaced.net/beringte-durchzuegler-in-wabern-und-dem-schwalm-eder-kreis/

2018 kehrte als erster Storch das Männchen aus Ziegenhain bereits am 07.02. zurück.

Bei den Waberner Störchen rechnen wir mit einer Rückkehr ab dem 20 . Februar bis Anfang März. Ende März ist dann bei den ersten Paaren meist schon Brutbeginn.

Störche 2018 Schwalm-Eder-Kreis
Störche in Hessen und dem Schwalm-Eder-Kreis 2018

Störche ruhen, wenn sie keine Nahrung mehr finden. Sie können bis zu 14 Tagen hungern, sind dann aber nicht mehr in der Lage abzuziehen.

Niedermöllrich, Winter 2019
Merlin 20. Januar 2019 in Niedermöllrich, der Boden ist gefroren
Ederauen Wabern Winter 2019
Ederauen Wabern, auch hier hat sich der Frost ausgebreitet

Unter den Heimkehrern die wir im Frühjahr erwarten ist hoffentlich auch Doris, DEW 4T215. Wir sind gespannt ob sie in Alsfeld den Horst auf dem Leonardsturm belegt. Sie kommt ins 5. Lebensjahr. Hier ein Link dazu:

Doris, Jungstorch 2015, vom Horst Wabern II, https://www.oberhessen-live.de/2018/05/23/kurze-liaison-auf-dem-alsfelder-leonhardsturm/2018 in Alsfeld

Ein kleiner Rückblick zum Verlauf der Storchensaison 2018

Sie war für uns geprägt durch harte Verluste in Waberns Storchenwelt. Nun heißt es hoffen und bangen, dass es nicht noch schlimmer kommt.

Januar 2019

Nachfolgend die Zahlen der flüggen Jungstörche 2018 in den Horsten des Schwalm-Eder-Kreises

  • Wabern I 2 Jungstörche
  • Wabern II 4 Jungstörche
  • Wabern III 1 Jungstorch
  • Wabern IV 3 Jungstörche
  • Wabern V 0
  • Unshausen 1 Jungstorch
  • Niedermöllrich 2 Jungstörche
  • Loshausen I   3 Jungstörche
  • Loshausen II 1 Jungstorch
  • Ziegenhain 3 Jungstörche
  • Allendorf 2 Jungstörche
  • Malsfeld 3 Jungstörche