Zug der Störche

Wohin ziehen unserer Störche?

Weißstörche sind obligate Langstreckenzieher sie können den Winter in unseren Breiten nur überleben, wenn er mild ist. Die wenigen in Deutschland verbleibenden Störche kennen für den Notfall Sammelpunkte an denen sie ausreichend Nahrung finden, meist sind das offene Vogelparks. Früher überwinterten die Störche in Wabern auch an der offenen Mülldeponie Uttershausen.

Weißstörche nutzen die Thermik für ihren Zug und ziehen nur während der wärmsten Stunden am Tag mit einer Geschwindigkeit von ca. 20km-50km/h, entsprechend der Thermik  und meiden beim Zug das offene Meer. Bei Gibraltar kommt es daher oft zu grossen Ansammlungen von Vögeln, die bevor sie den Zug über das Meer antreten dort rasten.

tranparenterflugstorch

Die Zugroute ist den Vögeln angeboren, Jungtiere benötigen keine Führung durch die Altvögel, dass ist nicht bei allen Vogelarten der Fall. Die Unerfahrenheit der Jungstörche führt im ersten Jahr auch zu grossen Ausfällen, weil sie viele Gefahren wie Stromleitungen und Straßenverkehr nicht kennen.

Störche ziehen und überwintern in grossen Trupps. Sie haben zwei Zugrouten, eine westliche die sie über Frankreich und  Spanien nach Afrika führt und eine östliche Zugroute, die  in Richtung Schwarzes Meer, Bosporus, Libanon, Israel, Ägypten bis nach Südafrika verläuft. Der grösste Anteil der Weißstörche zieht über die östliche Route ins Winterquartier, unsere Storchenpopulationen aus Hessen ziehen Richtung Frankreich, Spanien/Gibraltar evtl. weiter nach Afrika, wo es dann leider “bleihaltig” wird für den Weißstorch.

Der NABU Deutschland hat ein Projekt  “Weißstorchbesenderung” bei der online die Routen der besenderten Tiere in einem Reisetagebuch verfolgt werden können.

Zuggeschehen bei den Weißstörchen

Bei 2 Weißstorchpaaren aus dem Schwalm-Eder-Kreis, Wabern handelt es sich um Nicht- bzw. Teilzieher. Das Paar vom Horst Wabern II Spänebunker zieht seit 2011 nicht mehr in den Süden, das Paar Wabern I  war vom Mitte Dezember 2012 bis zum 02. Februar als Teilzieher unterwegs. Auch die letzten Winter haben sie vor Ort verbracht, der Zugtrieb der die meisten Störche in den Süden fliegen lässt, ist bei diesen beiden Paaren erloschen. In den letzten Jahren überwinterten immer mehr Weißstörche in Deutschland, der Klimawandel macht es möglich.