etwas schief, aber es hält

Loshausen I

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Bem.

Ältester wieder belegter Storchenhorst im Schwalm-Eder-Kreis

 

 

Mit heute wieder ca. 250 Brutpaaren haben sich die Bestände in Hessen erholt, den Stand von 1948 erreicht. 1989 und 1990 gab es in Hessen nur noch  ein einziges Brutpaar – dieses Weißstorchenpaar brütete in Loshausen, auf dem alten Molkereischornstein. Derzeit ist die Bestandsentwicklung beim Weißstorch positiv, die Lebensräume müssen aber weiter verbessert werden, es muss renaturiert werden nicht nur für die Weißstörche sondern besonders für die Wiesenbrüter. Viele Arten wie Wiesenpieper,  Wachtelkönig, Kiebitz, Bekassine (Vogel des Jahres 2013) sind mittlerweile stark gefährdet.

Mit der Rückkehr der Weißstörche in Hessen wurde auch dieser Horst wieder angenommen, als erster Horst im Landkreis.

  • 1994 und 1995 war auf dem Horst jeweils ein Paar anwesend, es erfolgte aber keine Brut.
  • 1996 war  der Horst verwaist,
  • im Jahr 1997 war wieder ein Weißstorchenpaar auf dem Horst, beschäftigt mit dem Horstbau, aber ohne Brut.
  • 1998 dann endlich der erhoffte Nachwuchs: 2 Jungstörche werden flügge.  Im Folgejahr wieder kein Storchenpaar auf dem  Horst Loshausen – ein Geduldsspiel für Storchenfreunde.
  • Mit der Jahrtausendwende 2000 waren sie wieder da und zogen erneut  2 Juvenile groß.

 

Die Pause, die im Jahr 2001 wiederum eingelegt wurde – kein Weißstorchenpaar auf dem Horst Loshausen – sie war hoffentlich die letzte….

Abgesehen von dem deutschlandweiten schlechten Storchenjahr 2005 war der Horst seit 2002 jedes Jahr besetzt mit mehr oder weniger erfolgreichen Bruten.

  • Im Jahr 2002 mußte der erste eintreffende Brutstorch lange auf einen Partner warten, erst am 05.Mai war das Brutpaar komplett. 1 Jungstorch konnnte  noch erfolgreich aufgezogen werden, die Storchenfamilie zog am 05.09. gemeinsam fort.
  • 2003 wurden 3 Jungvögel erfolgreich großgezogen und zogen Mitte August Richtung Süden. Der Abzug der Alttiere folgte am 01. u.07.09.2003
  • 2004 trifft der erste Altvogel am 01.04. ein, der 2. Altvogel am 22.4. Das Paar zieht gemeinsam 3 Juvenile groß, die am 07.-10.08. den Zug beginnen. Die Alttiere (Adulten/ad.) folgen am 1. und 7. September 2004

2005 gab es im gesamten Schwalm-Eder-Kreis und auch in Waldeck Frankenberg kein Brutpaar, es wurden nur vereinzelt Weißstörche gemeldet. Teilweise auch auf den Horsten anzutreffen.

  • 2006 wurde nur ein Jungstorch erfolgreich aufgezogen.
  • 2007 hatte ein Weißstorch den Winter 2006/2007 in Loshausen verbracht, ein Partner gesellte sich am 13.03. zu ihm. Von 3 geschlüpften Storchenküken konnten 2 erfolgreich aufgezogen werden. Die Jungstörche zogen am 19.08. ab, einer der Altvögel am 30.08. und einer erst am 23.10.2007.
  • Bereits am 28. Februar 2008 kehrte der 1. Storch zurück nach Loshausen, bis zum 17. März mußte er auf einen Partner warten. Von 2 Jungstörchen wurde nur einer flügge, Zug gen Süden am 14. August. Die Alttiere zogen gemeinsam am 29.08.2008 ins Winterquartier.
  • Im Jahr 2009 wurde einer der Brutvögel tot im Ort aufgefunden,  4 Jungtiere waren auf dem Horst zu versorgen,  ein Alttier konnte das nicht bewerkstelligen. Es bestand die Gefahr, dass alle Jungtiere sterben, der Altvogel evtl. aufgibt oder selber verhungert. Ein Jungtier war bereits stark geeschwächt. Man entschloss sich kurzerhand zuzufüttern (dem Altvogel wird artgerechtes Futter angeboten), die einzige Chance für die Jungtiere zu überleben. So konnten drei  der Jungstörche gerettet werden, zogen Mitte August 2009 mit dem Altstorch  gemeinsam  ab.

Danke – an den Storchenhorstbetreuer vor Ort für diese gute Betreuung und die Informationen an uns.

  • 2010 kam der erste Storch am 10. März, der zweite am 06. April. 4 Jungstörche schlüpften und alle wurden flügge und konnten so gemeinsam  am 14. August den Zug antreten.  Die Altstörche folgten am 11. September.
  • 2011 fanden sich die Altstörche am 26. Febr. u. 12. März auf dem Horst ein. Von 3 Jungstörchen wurden nur 2 flügge, Abzug Richtung Süden Mitte August. Die Altvögel verweilten noch bis zum 25. September vor Ort.

Schwalm-Eder-Kreis – Nordhessen