W III 2016

14. Juli 2016

Letzter Jungstorch vom Horst Wabern III verhungert

Unser Sorgenkind Anton vom Horst Wabern III hat seinen langen Kampf ums Überleben verloren. Wir haben ihn gestern nur noch tot bergen können. Die Horstbesitzer, Familie Mose, hat alles Erdenkliche getan um ihm zu helfen, leider vergebens. Die Störchin war zweimal für 3 Tage verschwunden aber seit dem 28. Juni zurück. Der Jungstorch war meist alleine auf dem Horst, wurde aber von beiden Altvögeln versorgt. Die Nahrungssituation in Wabern ist mit 8 Altstörchen und anfangs 16 Jungstörchen sehr schlecht. Alle Altstörche waren meist zusammen auf kleinen Wiesen anzutreffen wo es kaum Mäuse sondern nur Kleingetier wie Grashüpfer gab.

Zum Sterben zu viel, zum Überleben zu wenig. Der Regen in der Nacht vom 12. zum 13. Juni hat Antons Kampf ein Ende gesetzt. Insgesamt sind in diesem Jahr 50 % aller Jungstörche in Wabern gestorben. Uns waren die Hände gebunden, einem Storchenpaar nimmt man nicht den Nachwuchs, wenn keine Verletzungen oder andere zwingende Gründe dafür sprechen. Aber wir sehen uns in der Pflicht um das Sterben weiterer Jungstörche so weit wie möglich zu verhindern. Wo die Lebensräume fehlen, müssen wir lernen auf die Natur zu verzichten wenn die künstliche Ansiedlung zum Tod vieler Tiere führt. Das sind wird den Wildtieren und auch Anton schuldig.

Die Todesursache wurde durch eine Untersuchung  (Laboruntersuchung) beim TA Schmidt Wabern bestätigt.

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04. Juli 2016

Auch wenn die Störchin Antonia derzeit zurück ist, gestern zeigte sich an einer nicht ungefährlichen Stelle eine Verletzung. Sie wird leider von den ansässigen Störchen weiter attackiert. Das ist gerade nochmal gut gegangen…

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28. Juni 2016

Beringung

Heute war ein großer Tag für das kleinste Storchenküken Waberns, Anton

Zwecks Beringung und gleichzeitiger Kontrolle des Jungstorches Anton vom Horst Wabern III ging es um 17.20 Uhr steil bergauf, noch einmal 6 m höher als der Horst Wabern II ist der Schornstein der Schreinerei Mose: 30m.

Das letzte von 4 geschlüpften Storchenküken Anton macht uns schon länger Sorgen. Seit mehr als 3 Tagen ist die weibliche Störchin Antonia zum zweiten mal ausgeblieben. Dieses Mal kehrt sie vermutlich nicht mehr zurück. Für 5-6 Stunden sitzt er alleine im Horst und nimmt dabei leider alles auf, was dort herumliegt. Der Horst wurde bei der Beringung deshalb von Unrat befreit.

Der Altstorch ist gezwungen sehr weite Wege zu fliegen, nicht nur der Nahrungsmangel sondern auch ständige Angriffe bei der Nahrungssuche zwingen ihn dazu. Die seit vielen Jahren ansässigen und hier überwinternden Störche lassen eine Nahrungssuche im Bereich des Horstes und näherer Umgebung nicht zu, mehrere Angriffe wurden beobachtet. Das hat vermutlich auch dazu geführt, dass die Störchin Antonia den Horst aufgegeben hat.

Ca. 35 Tage ist er jetzt, etwas zurückgeblieben in der Entwicklung.

26. Juni 2016

Sorgen um das letzte Storchenküken Anton vom Horst Wabern III

Bereits am 14. Juni verließ die Störchin den Horst für 3 Tage, die Bergung des Jungstorches war in Absprache mit der Horstbesitzerin für den vierten Tag geplant.

Seit dem 24. Juni ist sie nun wieder verschwunden.

Die Nahrungssituation ist trotz des feuchten Wetters angespannt, das Paar wird bei der Nahrungssuche und auf dem Horst immer wieder attackiert.

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16. Juni 2016

Heute meldete uns Ulrike Mose, Storchenhorstbesitzerin Wabern III, den traurigen Tod eines Jungstorches. Die ersten beiden geschlüpften Jungtiere kamen nach Pfingsten um.
In der vergangenen Woche war das Storchenweibchen für 3 Tage verschwunden, nur 3 Fütterungen konnten wir beobachten. Die Bergung der Jungstörche war bereits geplant, als die Storchendame Antonia zurück kehrte. Von 4 geschlüpften Störchen lebt jetzt nur noch einer, Anton heißt er. Schlecht ernährte Jungstörche unterkühlen bei Nässe schnell und überleben das nicht.
Ein trauriges Foto, die Alttiere versuchen den toten Storch Pünktchen aus dem Horst zu entfernen. Bild: Ulrike Mose

07. April 2016 Neues Brupaar in Wabern

– WABERN III ist seit Ende März wieder belegt und seit heute wird gebrütet 

Der Horst wurde seit 2005 von Störchen angenommen, erfolgreich gebrütet wurde dort von 2006 bis 2011. Dann zog das Paar Paul und Pauline um auf den Horst Wabern II und nutzte den Horst Wabern III als Ausweichhorst. Fremdstörche wurden dort nicht geduldet.

Paco und Antonia heißen die neuen Bewohner von Wabern III.

Alle Bilder von der Storchenhorstbesitzerin Ulrike Mose

Schwalm-Eder-Kreis – Nordhessen