Pünktlich kehrt das vertriebene Storchenmännchen auf seinen Horst zurück

Giflitz 2017

 Giflitz 2017Sonstiges
Rückkehr ♂ s. Bemerkungen unberingt15.02.wurde am 28.02. vertrieben vom Brutstorch 2016
Rückkehr ♂ Brutstorch 2016 beringt28.02.
Rückkehr ♀ beringt02.03.
Brutbeginn17.03.
Anzahl der erkennbaren Jungtiere3
flügge Jungstörche
Nestlingszeit
Besonderheiten
Bemerkungen2016 wurde der angestammte ♂ Storch von einem
beringten Storch vertrieben und schwer verletzt

 

 

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02.06. 2017

Die Giflitzer Jungstörche

wunderschöne Bilder von Hermann Sonderhüsken

02-06-2017

29. Mai 2017

3 Jungstörche sind es in Giflitz 🙂

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Der Nachwuchs 2017

06. Mai 2017

Ein Jungtier ist erkennbar. Nachgelege sind meist deutlich kleiner als das Erstgelege.

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Nachwuchs 2017 in Giflitz

03. Mai 2017

Hermann Sonderhüsken hat uns den verspäteten Schlupf der Jungstörche In Giflitz gemeldet. Vermutlich handelt es sich um ein Nachgelege, denn der Brutbeginn wurde am 17. April beobachtet.

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Der Nachwuchs ist da

31. März 2017

Download (PDF, Unknown)

28. März 2017

01.03.2017

Wie schon im vergangenen Jahr wurde der männl. Altbesitzter von dem beringten Storchenmännchen (Brutstorch 2016) vertrieben.

Foto: Hermann Sonderhüsken

beringterstorchvertreibaltbesitzer

Ein männlicher Storch ist eingetroffen – vermutlich der “Altbesitzer”

collageankunft

Wir freuen uns über dessen Heimkehr ganz besonders, denn er wurde 2016 schwer verletzt und von seinem Horst vertrieben. Dass diese Verletzung natürlich verheilt ist  – ein kleines Wunder!  Das Rückkehrdatum und sein Verhalten deuten wohl darauf hin, dass es sich um den ehemaligen Brutstorch handelt. Es war eine Verletzung im Schulterbereich, eine Sehnenverletzung vielleicht. Flugfähige Störche können nicht geborgen werden.

Hoffen wir, in diesem Jahr kommt es nicht wieder zu solch schweren Verletzungen. Der Brutstorch von 2016 wird bei seiner Rückkehr sicher erbittert kämpfen, denn 3 Jungstörche wurden dort erfolgreich aufgezogen.

Alle Bilder und der nachfolgende Text von Hermann Sonderhüsken, danke für die Überlassung!

Am Mittwoch (15.02.) kam um 14.48 Uhr die Meldung von Erika Deidel: der Storch ist angekommen. Unser Fotograf Hermann Sonderhüsken hat dann festgestellt, daß der Storch nicht beringt ist. “Es könnte also das angestammte Männchen sein, ich habe damit gerechnet.”

Üblicherweise kehrt bei den Weißstörchen das Männchen immmer vor dem Weibchen zum angestammten Horst zurück. Eine Ausnahme seit der Wiederansiedlung der Edertaler Störche im Jahr 2008 hat es im vergangenen Jahr gegeben, da sind die beiden mit nur wenigen Stunden Abstand am 1. März auf den Horst auf dem EWF-Strommasten an der Wesemündung eingetroffen. Im vorletzten Jahr – also 2015 – ist das Männchen bereits am 16. Februar aus dem spanischen Winterquartier heimgekehrt. Das war so früh wie noch nie seit der Wiederansiedlung. Das Weibchen ist damals am 1. März gefolgt.

Bekanntlich hat es im vergangenen Jahr eine gravierende Änderung bei unseren Störchen gegeben. In einem dramatischen Luftkampf wurde am 17. März das angestammte Männchen von einem beringten Fremdling vertrieben. Durch die von ihm per Spektiv abgelesenen Ringdaten (DER AL935) hat der Edertaler NABU-Vorsitzenden Wolfgang Lübcke dann schnell die Herkunft ermittelt. Der Neue ist am 8. Juni 2013 als Nestling in Freistett beringt worden. Freistett ist ein Dorf etwa 60 Kilometer südlich von Karlsruhe.

Das Weibchen – es ist das Dritte seit 2008 und seit 2010 im Edertal – hat sich noch am selben Tag mit dem Eindringlich arrangiert. Brutbeginn war der 6. April, das erste von drei Jungen ist 8. Mai geschlüpft. Für die gute Nahrungssituation spricht, dass die Jungen sich prächtig entwickelt haben. Letztmalig in der Region gesehen wurden sie am 7. August.

Erfreulich ist die Entwicklung der Weißstörche in Hessen. Im Jahr 2016 ist die Zahl der Brutpaare im Vergleich zum Jahr 2015 um 17,14 Prozent auf 493 Brutpaare gestiegen – das ist ein plus von 72 Paaren. Jetzt hoffen die vielen Storchfreunde der Region auf ein spannendes Jahr mit unseren Edertaler Weißstörchen. Besonders spannend dürfte es werden, wenn das Vorjahresmännchen und das Weibchen heimkehren. Die WLZ wird regelmäßig berichten.

sdh.

Schwalm-Eder-Kreis – Nordhessen