Giflitz 2014

 

Der Edertaler Storch ist zurück

20. Februar 2014

Wir freuen uns mit den Waldeck-Frankenbergern über die Heimkehr des Storchenmännchens in Giflitz/Bergheim! Gestern Nachmittag konnte der Storch erstmals gesichtet werden und wartet jetzt auf seine Storchendame.

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  1. Mai 2014

Das erste Junge am 1. Mai geschlüpft. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen der erste Schnabel etwa zwei Wochen später zu sehen war,  habe ich einen solchen bereits am vergangenen Sonntag fotografiert.
Am 04. Mai konnten bereits 3 Schnäbel gesehen werden.

Nach der Fütterung nimmt der Altvogel die Reste, vor allem die zu großen Brocken selber auf, Foto: Hermann Sonderhüsken

In den vergangenen zwei Jahren hat es bei den Edertalstörchen auf dem EWF-Mast-Horst an der Wesemündung vom Brutbeginn bis zum Schlüpfen des ersten Jungen 32 Tage gedauert. Von der Wiederkehr der Störche im Jahr 2008 – nach einer Abwesenheit von über einhundert Jahren – dauerte das Brüten 35 Tage, in den Folgejahren dann zweimal 30 und 31 Tage.

Nachdem das Männchen in diesem Jahr am 20. Februar aus dem spanischen Winterquartier heimgekehrt ist, folgte das beringte Weibchen am 19. März. Die beiden waren dann meist gleichzeitig bei der Futtersuche auf den Wiesen und Feldern zwischen Mehlen und Wellen zu sehen. Geändert hat sich das ab dem 29. März, dem offensichtlichen Brutbeginn. Einer der beiden schönen Großvögel war immer auf dem Horst, meist sitzend. Störche wechseln sich beim Brüten regelmäßig ab.

Das erste Junge ist offensichtlich am Maifeiertag geschlüpft. Deutlich wird das dadurch, daß sich zwar der auf dem Horst befindliche Vogel so benimmt, wie beim Brüten. Er sitzt also teilweise, oft steht er aber auch und richtet mit dem Schnabel offensichtlich etwas unten im Horst. Der ankommende Storch würgt dann aber – im Gegensatz zur Brutzeit – direkt seinen Fang in den Horst aus. Das deshalb, weil Storchküken nicht von Schnabel zu Schnabel HNAgefüttert werden. Sie picken – vergleichbar mit Hühnerküken – dasHNA Futter selbst auf. Natürlich schaffen sie das nur bei kleinen Brocken, beispielsweise Käfern und Würmern. Die ausgewürgten größeren Fänge – zum Beispiel Mäuse bis hin zum Maulwurf, Schlangen und Blindschleichen – nimmt der Storch dann deutlich sichtbar wieder auf. Während der Brutzeit sind die beiden Störche auch meist längere Zeit gemeinsam auf dem Horst. Jetzt ist zu beobachten, daß der Storch, der die Jungen vorher bewacht und gewärmt hat, gleich wieder zu Futterholen abfliegt.

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Da das Weibchen seine Eier nicht gleichzeitig legt, schlüpfen die Jungen auch nicht am selben Tag. In den sechs Jahren seit 2008 waren es zwei, drei und vier Junge. Wieviele Junge es in diesem Jahr sind, wird erst dann zu bestimmen sein, wenn die kleinen Schnäbel gleichzeitig über dem inzwischen sehr hohen Rand das Horstes zu sehen sein werden. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre dauert das noch bis etwa Mitte dieses Monats.

Es bleibt also für die vielen Storchenhorst-Besuchern aus nah und fern weiterhin interessant und spannend bei den Edertalstörchen.

Viele Hinweise auf Störche im Allgemeinen und umfassende Informationen zu den Edertalstörchen sind in der 68-seitigen NABU-Broschüre zusammengefaßt, dazu über 70 Bilder von den Edertalstörchen. Für nur zwei Euro bekommt man die Broschüre im Bürgerbüro, bei Elektro Laske, Multimedia Unzicker in Giflitz, bei der Waldecker Bank in Giflitz und Korbach und im Buchland in Bad Wildungen.

Text Hermann Sonderhüsken

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  1. Mai 2014

Ein vierter Jungstorch konnte von Hermann Sonderhüsken im Horst Giflitz I gesichtet werden. Die guten Wetterbedingungen sowie das große Revier der Störche lassen hoffen, dass alle Jungstörche flügge werden. In Giflitz gibt es nur einen besetzten Storchenhorst.

 

  1. Mai 2014

Auch in Giflitz gab es durch die nasskalten Tage im Mai einen Verlust, drei weitere Küken haben diese Notsituation glücklicherweise überstanden.

HNA zum Verlust eines Jungstorches

 

  1. Juni 2014

Die Jungstörche werden jetzt schon alleine im Horst zurück gelassen. Beide Elterntiere suchen Nahrung.

  1. Juni 2014

Die drei Jungstörche vom Horst Giflitz sind wohlauf und üben fleißig für ihren Jungfernflug.

Horst Giflitz 2014, drei gesunde Jungstörche üben für den Jungfernflug, Foto Hermann Sonderhüsken

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  1. Juli 2014

Der erste Jungstorch ist flügge

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Schwalm-Eder-Kreis – Nordhessen