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Rückblick – wo alles begann

Die Rückkehr des Weißstorches in Hessen ist ein großer Erfolg des Naturschutzes.  1986 gab es kein einziges Brutpaar mehr im Schwalm-Eder-Kreis. Der Weißstorch wurde in die Liste der streng geschützten Vogelart aufgenommen.

Auf Initiative  des Bürgermeisters von Wabern, wurde 1996 dieser Kunsthorst errichtet. Sichtungen von durchziehenden und rastenden Weißstörchen in Wabern, nicht zuletzt angelockt von der Mülldeponie in Uttershausen, waren eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Ansiedlung.  Zwei weitere Horste wurden errichtet: in Zennern und Unshausen. Angenommen wurde der Horst in den Ederauen, Wabern im Jahr 2002:

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Weißstörche in den Ederauen Wabern, auf dem ältesten Horst Waberns, belegt seit 2002 Foto Christian Gelpke

Die Geschichte der Störche in Wabern begann.

Wiederansiedlungsprojekte hatten in Hessen zwar wenig Erfolg, einer der erfolgreichsten Brutstörche in Wabern stammt allerdings aus einem Wiederansiedlungsprojekt aus Frankreich. 

Weißstörche sind ursprünglich Kolonienbrüter, die Kolonie hat ihnen früher gezeigt, dass dort ein guter Lebensraum ist wo andere Störche brüten.  Dieses Verhalten ist genetisch bedingt und hat über viele Hunderte von Jahren zum Bruterfolg geführt. Heute ist es leider trügerisch, denn die zum größten Teil landwirtschaftlich  genutzten Flächen bieten den Störchen kaum Nahrung, allenfalls für sich selber reicht es in den feuchten Monaten, also gerade während der Suche nach einem Horst.

In Wabern lebten in früheren Jahren nach Borggreve im Jahr 1871 ca. 30 Storchenpaare!

AUS GEBHARDT UND SUNKEL -Die Vögel Hessens:

“An eignen Beobachtungen habe ich schließlich noch hinzuzufügen, daß Ciconia alba in vielen (ca. 30 Pärchen) eine frühere Reiherkolonie in der Nähe der hessischen Eisenbahnstation Wabern bewohnt!”

Die Ansiedlung im Jahr 2002 wurde durch die damals noch bestehende Mülldeponie in Uttershausen begünstigt. Dort fanden die Störche einen gedeckten Tisch und entschlossen sich zu bleiben.

Die Deponie besteht heute nicht mehr.

Fehlen die Feuchtwiesen, die den Störchen auch in den Monaten der Aufzucht ausreichend Nahrung bieten, kommt es zu Nahrungsengpässen. Die künstliche Ansiedlung des Weißstorches liegt in unserem Verantwortungsbereich.